Lost my ♥ in Cape Town pt.1

Sommer, Sonne, Strand und Meer, neue Menschen und Kulturen, wandern, staunen und entdecken und ja, auch ein bisschen dem Alltag entfliehen – 3 Wochen Kapstadt, Couchsurfing, all by my own. Ich habe eine Woche gebraucht, um die Reise auf mich nachwirken zu lassen, ein bisschen zu grübeln, meine täglichen Tagebucheinträge durchzulesen, in Erinnerungen zu schwelgen.

And now, here we go.

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Beginnen wir mit der Entscheidung

1. Wieso Kapstadt?

Manchmal bin ich wohl die Spontanität in Person. Als ich gerade durch meine Youtube Abos scrollte, wurde mir ein Video vorgeschlagen. Ich sah Ausschnitte vom Tafelberg und dem Lion’s Head, und es war wie immer. Ich hab es mir in den Kopf gesetzt hinzufliegen, einfach machen, nicht weiter darüber nachdenken. Manchmal vielleicht ein bisschen zu spontan :D. Diesmal hatte ich das mit der Wasserkrise nicht auf dem Schirm, aber ich bin dankbar für diese Erfahrung! Ich hab direkt wieder angefangen zu arbeiten und sobald ich das Geld für den Flug (nur den Flug) zusammenhatte – klickte ich auf „buchen“. Zack – Los gings.

Planung & Vorbereitung

Vor einigen Jahren war ich ein regelrechter Planungsfanatiker. Am liebsten hätte ich von vornherein jeden einzelnen Tag meiner Reise durchstrukturiert, alle Unterkünfte gebucht etc. Mit den Jahren hat sich da meine Einstellung um 180° gedreht. Insbesondere nach Thailand und Indonesien muss ich immer an „hang loose“ denken – einfach schauen was kommt. Die einzige Planung, die ich vorab hatte : Ich möchte Couchsurfing machen, insbesondere weil ich seeeehr low budget unterwegs war.

Couchsurfing

Was ist das? Ist es kostenlos? Und mit wem wohnt man da? Ich erhielt so ziemlich jedes mal skeptische aber auch interessierte Blicke zum Thema Couchsurfing. Viele wissen gar nicht, dass es existiert. Und dieses Mal war mein 1x bei Couchsurfing. (Blogpost dazu folgt) Nur kurz: Ich habe für die 1. Woche einen Couchsurfer gefunden / er mich – und somit war für mich klar, wo ich meine 1. Woche verbringen werde. Alles andere wollte ich sponti machen.

Fortbewegung in Kapstadt

1. Uber / Taxi: Uber ist in Kapstadt die wohl häufigst gewählte Fortbewegungsmittel. Es ist günstig und sicher. JEDOCH solltet ihr es vorher auf eurem Handy herunterladen und es ausprobieren. Ich hatte das Problem,dass es nicht funktionierte und ich entweder jemanden um Hilfe beten musste oder jedoch die noch günstigeren Alternativen wählte.

2. Mycitibus: Mein persönlicher Favorit in Kapstadt. Obwohl viele locals sich Uber bestellen, da es einfach sicher ist, findet man im mycitibus überwiegend Einheimische. Es ist SEHR sicher. Ich hatte im Mycitibus kein einziges Mal das Gefühl, mich greift gleich einer an. ABER – ich würde nicht dazu raten, Busse / Bahn / Spaziergänge nachts zu absolvieren, bzw. bei Dunkelheit. An vielen größeren Busplattformen (die bekanntesten sind jedoch Civic Centre & Adderley) könnt ihr euch die Mycitibuscard kaufen, denn es funktioniert so : Es ist nicht möglich, im Bus ein Ticket zu kaufen. Man muss sich vorab die Karte zulegen und dort auch aufladen. Bei jedem Ein-&Ausstieg wird die Karte automatisch gescannt.  Es ist eine sehr günstige Möglichkeit herum zu kommen. Ihr könnt von der Stadt aus easy peasy die Strände wie Sea Point, Clifton, Camps Bay und Hout Bay abklappern. Auch super praktisch ist die Station lower kloof, von der aus ihr die Wanderung zum table mountain beginnen könnt.

3.Zug: Ohja, der Zug. Auch eine sehr günstige Möglichkeit, jedoch nicht für jedermann etwas. Es ist gewöhnungsbedürftig und ich habe mich ziemlich unwohl dabei gefühlt – wurde von einer Frau mit Müll beworfen, musste mir Satanflüche anhören, und war die einzige „weiße“ Frau – was schon merkwürdig sein kann, wenn man keinen anderen weit und breit mit seiner Hautfarbe sehen kann und angestarrt wird, als wäre man ein Eindringling (hm, war ich dann ja quasi auch).

Einige Fakten zum Zug: Am Bahnhof werden Weißen oft automatisch 1st class tickets verkauft – man kann sich darüber streiten ob 1st ond 3rd class sicherer ist. Ich habe unterschiedliche Empfehlungen bekommen. Meine persönliche ist: Steig in den 1st Class Waggon, wenn du nicht der/die einzige Person darin bist. Wenn keine Menschenseele drin ist, geh weiter zum 3rd class Waggon. Es kann laut sein, es kann dreckig sein, es kann gruselig sein- aber alles in allem ist ein voller, lebendiger Waggon wohl sicherer als ein menschenverlassener – denn da rennt oft jemand durch und schnappt sich deine Sachen.

4.Minibus: Sehr günstig, wird eigentlich auch nur von den locals benutzt. Ein bisschen kann ich auch verstehen wieso. Auch dort war ich die einzige „Weiße“ und hab mich anfangs etwas unwohl gefühlt, weil ich mich fragte, ob mich dieses Bus wirklich zum Bahnhof bringen wird, oder …. aber ja, wie sich herausstellt : kann man mal machen :).

Sicherheit

Ihr könnt euch die Stille am Telefon bestimmt gut vorstellen, als ich meiner Mutter ein paar Wochen vor Abreise erzählte, dass ich alleine nach Kapstadt fliege (da ließ ich das Thema Couchsurfing erstmal aus :D). Und auch in Kapstadt bekam ich oft die Frage – Alleine? Couchsurfing? Du bist Zug gefahren, bist du verrückt? Einhergehend mit der Reaktion: Das ist aber mutig.

Ich sag mal so: Sicher, ja. Gefährlich, auch ja. Wenn ich tagsüber durch die Straßen geschlendert bin, hab ich mich wohl gefühlt- meistens zumindest. Und das ist schonmal ein riesen Pluspunkt im Vergleich zu Johannesburg z.B.- ALLE, die aus Joburg kamen und sich mit mir unterhielten, versicherten mir, bei ihnen zuhause ging das ganz anders zu. Da kann man tagsüber nicht einfach mal mit seinem Geld zum Supermarkt laufen. Da wird jeder Schritt vermieden und „uber is life„.

Natürlich muss man aufpassen- auf sein Geld, auf sich. Gesunder Menschenverstand. Straßenseite wechseln. Komplett leere Straßen meiden. Und sehr sehr wichtig: Bei Dunkelheit nicht rausgehen. Wenn man Clubs&co besucht, danach wirklich unbedingt das Taxi nachhause nehmen und sicherlich nicht den Nachhauseweg zu Fuß bestreiten.

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