Mein Beitrag zu Psychischer Gewalt

 

Lang‘ darüber nachgedacht,

ob ich es denn  öffentlich mach‘

Geschichten erzähl ich äußerst gern,

deshalb behalt‘ ich diese nicht länger fern.

Es gibt da draußen viele, die damit kämpfen

und kann ich es auch leider nicht dämpfen.

Doch glaube mir es macht dich stark,

bis aufs rote Knochenmark.

 

„Du bist die Liebe meines Lebens“  – Die Faust schlägt mit der maximalen Schlagkraft gegen die Wand.

„Du bist das Beste, was mir je passiert ist“ – Ein Loch in der Tür, Blut an der Wand, keine Kontrolle.

„Ich bin nicht gut genung für dich“ – Verbote, es könnte ja jemand besser sein, also gar nicht an sie ranlassen. Alle Fernhalten. Schaut sie jemand an? Angreifen, nicht ausweichen, ausrasten.

Ich gehe und liebe und beides zugleich. Und du kommst mit. Unerwartet. Nicht eingeladen. Predigst mir von der großen Liebe, erstickst mich in ihr. Und ich sage nicht nein. Bin ich zu schwach? Weiß ich nicht selbst, was ich wirklich will? Wusste ich nicht schon vom 1.Tag an, dass es falsch ist, oder hat vielleicht genau das mir den Ansporn gegeben. Die Versuchung, das Böse.

Lügen, über Lügen -„ich tue alles nur für dich“. „Du hast mich zu dem gemacht, der ich heute bin“ – habe ich das ? Ist es meine Schuld? Habe ich den Menschen zerstört, den ich zu lieben glaubte? Es mir zumindest einreden wollte? Oder bin ich an den Falschen geraten? Fragen über Fragen und doch keine Antwort.

Vertrauen – Ja, aber „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Anrufe, Telefonate, ist sie das da hinten? Warum schaut er sie an, warum spricht sie mit ihm? Versuchte Verbote, die zu eskalieren drohen. Denn nein, für mich gibts keine Verbote, zumindest nicht von dir.

Ich gehe und liebe und beides zugleich. Und du kommst mit. Unerwartet. Ich sage nicht ja und nicht nein. Und doch mein Herz schreit nein, aber der Wunsch flüstert ja.

Ich bereue und bin dankbar zugleich.

Mein Herz pocht, meine Händen zittern, die Tränen fließen. Ich weiß nicht wohin, denn du bist da und alles was uns trennt ist die schneeweiße Tür. So unschuldig. Und beide sitzen davor, denn ich kann nicht weg – und du gehst nicht weg. Ich stopfe mir meine Decke in den Mund, um meinen Schrei zu ersticken, weiteratmen, leben. Einausatmen – ausatmen, wie beim Yoga.  „Mach endlich diese verdammte Tür auf oder ich brech sie auf“.

Mein Herz pocht, meine Hände zittern, die Tränen fließen. „Ich liebe dich, mein Leben ohne dich macht keinen Sinn, du bist das Beste was mir je passiert ist“. Und nein, ich glaube nicht mehr, ich will raus. Weg. Ich will, dass meine Hände aufhören zu zittern, meine Beine fest sind, ich auf ihnen laufen kann, denn sie brechen mir weg. Brechen weg, bei jedem Schritt. Ich will, dass meine Augen nicht mehr geschwollen sind, von all den Tränen, und doch hören sie nicht auf zu Tränen- denn kein Ende ist in Sicht.

Und du brichst ein in mein Zimmer. Du durchsuchst, durchforstest, jagst Hinweisen hinterher. Und du publizierst sie. Einfach so. Geschichten. Wahr oder nicht wahr? Du publizierst sie. Einfach so. Ohne wenn und aber schreist du sie in die große weite Welt aus. Und ich genieße den Tag. Denn endlich bin ich geflohen, untergekommen, ein weiteres Mal. Nicht mein zuhause und doch mehr zuhause als dort. And diesem Ort. Und du brichst in mein Zimmer ein. Du durchsuchst. Du durchforstest. Du publizierst. Und ich komme nach Hause, auch wenn ich es nicht mehr mein „Zuhause“ nennen kann. Und wo ist überhaupt mein Zuhause? Und ich erfahre es, dass du durchsucht hast, durchforstet hast, publiziert hast. Und ich schreie. Übelkeit steigt in mir auf.

„Ich liebe dich. Du bist die Liebe meines Lebens, ich habe alles für dich getan“ – Publizierte Lügen, alte Geschichten, und doch hast du alles für mich getan. Wie gütig.

„Du Hure“ – und mir bleibt nichts mehr übrig. Ich nehme das Einzige was noch geblieben ist. Meinen Stolz. Und spucke dir ins Gesicht. Und ich gehe, nur wohin?

Und ich lache. Und ich strahle. Denn das ist das was ich habe, und was auch du mir niemals nehmen kannst.