Weekend-vibes

natwin-one

                                                                  ©www.carstenschulz.de

 

Der Bass hallt in meinen Ohren, zur Musik beweg‘ ich mich im Takt.

Ich bin doch nicht ganz so verloren, Genussmensch bin ich, das ist Fakt.

Schwinge mit der Hüfte, der DJ grinst mir schelmisch zu,

Und das woran ich früher dachte, ist nun doch nicht mein Tabu.

One in a Million fließt in Mengen in mein Glas, Mensch was hab‘ ich heute Nacht für einen Spaß.

Genießen, das ist meine Devise,

nicht zu vermeiden ist die ein oder andre Krise.

Doch ich bin Mensch, so soll es sein.

und Montag drück ich wieder auf der Bench, die Gewichte jedoch klein.

Und was möcht‘ ich dir mit der Geschichte auf den Weg geben?

Du darfst auch liegen mal daneben, nicht immer an Gedanken kleben.

Du darfst auch frei sein, passend zum Takt.

In der Hand ein guter Wein, bis es dich wieder fesselnd packt.


Wie ein Luftstrom

Was ist, wenn es Liebe ist?  Und was ist eigentlich Liebe? Ist sie überhaupt zu definieren?

Wie ein Luftstrom, eine starke Brise strömt sie auf dich zu, du kannst dich kaum halten, lässt dich mitziehen, wirbelst herum, fällst, stehst wieder auf. Dann folgt das schwere Atmen, deine Gehirnzellen stehen still – dein Herz arbeitet auf Hochtouren. Und es weiß nicht wohin, es weiß nicht wo links oder rechts ist, wo oben oder unten ist, was falsch oder richtig ist. Aber eins weiß es, die Liebe blebt und kommt, wie ein Windstoß, ein Luftzug, ein Hauch von Brise. Sie dreht und wendet sich um dich, bis sie fort weht, an einen anderen Ort, den du garnicht erahnen möchtest. Von dem du dich vielleicht sogar gefürchtet hast, in deinen Alpträumen, in den schlimmsten schwarzen Nächten hast du davon geträumt und es doch wieder beiseite geschoben, hinweg mit den Gedanken.  Und du fragst dich, ob es das war. Ob sie weggeht, nie wiederkommt, dich alleine tappeln lässt im Dunkeln. Du fragst dich, ob dich erneut ein Luftstrom packen wird, diese ganz bestimmte Brise, das Prickeln, die roten Wangen. Und vielleicht, ja vielleicht muss man abschließen, das Buch zuklappen. Dem Kapiten endgültig ein Ende setzen. Auf Reset drücken, und einen Neuanfang wagen.

Desinteresse

Wir sitzen in einem Café. Der heiße Cappucchino in meinen Händen zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich bin glücklich, höre ihr zu. Was es Neues gibt, der & die hatten was. Beziehungsprobleme. Stress mit der Uni. Probleme hier, Probleme da. Ich höre aufmerksam zu, überlege mir, was man dagegen machen könnte. Gebe meinen Rat. Sie spricht weiter. Ununterbrochen. Keine Nachfrage. Weiterlesen „Desinteresse“

Bis ans Limit

5.15: Der Wecker reißt mich aus meinem Schlaf,  die Augen sind kaum zu öffnen, als wären sie ein fremdes Körperteil, das nicht gehorchen will. Funktionieren, aufstehen, einfach funktionieren.

Badezimmer, anziehen, Kaffee. Nicht nachdenken, bloß keine Gedanken daran verschwenden, dass ich noch schlafen könnte. Noch ein bisschen, ein paar Minuten vielleicht? Nein, aufstehen, anziehen, Kaffee.

5.40: Mit der Sporttasche über der Schulter laufe ich los, Treppen runter, auchwachen, beeilen. Bloß nicht zu spät kommen, sonst war alles umsonst. In der Tram: wachbleiben, nicht nachdenken, Musik rein, Welt aus.

6:00: Hallo Langhantel, hallo Kurzhanteln, hallo liebes Fitnessstudio – dann wollen wir mal.  Bloß nicht nachdenken, nicht die Gedanken schweifen lassen, trainieren, 100% Gas geben, Fokus.

Und dann, duschen, schminken, fertig machen und zur nächsten Tram düsen, aussteigen, umsteigen, Bus nehmen. Wieder rennen. Personaleingang, Tasche verstauen, los gehts. Lächeln aufsetzen, freundlich sein. „Hallo, wie kann ich Ihnen behilflich sein?“

21:00: Daheim. Abendessen, vorkochen.

5:15: Der Wecker reißt mich aus meinem Schaf..

Aufstehen, anziehen, Kaffee. Nicht nachdenken.

Es ist nicht so, dass ich nicht liebe, was ich mache. Ich liebe den Sport, die Gewichte, die Kraftsteigerung, den Muskelwachstum. Das Gefühl, das der Sport mir gibt. Aber ich muss mich zusammenreißen, aufstehen, anziehen, Kaffee. Nicht nachdenken. Ist es einfach? Nein. Mache ich es gerne? Auch nicht immer. Aber manchmal muss man Umwege gehen, über Stock und Steine springen, Zähne zusammenbeißen und es einfach machen. Nicht darüber nachdenken. Denn das ist das, was „die Spreu vom Weizen“ trennt. Der Weg ist nicht immer einfach, es kostet einen Nerven, Kraft, und an diesen Tagen auch Schlaf. Aber es zahlt sich aus, mach stärker – von innen und von außen, disziplinierter.

Was ich in 22 Jahren gelernt habe

SAMSUNG CAMERA PICTURES
xoxo

Jedes Jahr verändern wir uns aufs Neue, werden älter, reifer, selbstbewusster. Ein blöder Kommentar bringt einen nicht mehr so sehr aus der Bahn, wie er es noch vor 2 Jahren tat. Wir wachsen mit unseren Aufgaben. Dinge, die wir für unmöglich hielten und uns nicht zutrauten, machen wir nun mit links.

Was ich in meinen 22 Jahren gelernt habe? Weiterlesen „Was ich in 22 Jahren gelernt habe“

Der Glanz der Lichterketten

Lichterketten. Weihnachtsklänge. Der Duft von Crêpe mit Nutella, gebrannten Mandeln. Baumstriezel, gerollt in Kristallzucker, Haselnüssen. Glückliche Gesichter, Kinder an den Händen ihrer Eltern. Weihnachten naht, die Familienzeit rückt näher. Der 1. Advent verstreicht. Menschen dekorieren ihre Wohnungen, hängen Lichterketten auf, denken an Weihnachtsbäume, Schneekugeln. Wird Weihnachten so wie letztes Mal ? Ein Fest im kleinen Kreis, irgendwie traurig und doch wunderschön. Alle beisammen und doch fehlt der Großteil. Ein Fest der Gegensätze. Schön verpackte Geschenke, liebevolle Umarmungen. Glühende Wangen vom Wein. Die Liebsten um sich, und doch sind nicht alle da. Man sagt, Weihnachten ist Familienzeit. Und doch ist sie nicht ganz da, die Familie. Und doch sind die Liebsten auch in Russland, verbringen dort ihr eigenes Weihnachten, inklusive Weihnachtsmann und „Snegurotschka“. Wir sind vollkommen und doch sind wir nicht ganz vollkommen. Die Wohnung mit lauten und leisen Stimmen, und doch fehlen einige wichtige. Werden wir irgendwann mal wieder alle zusammen Weihnachten verbringen? Das Fest der Familie, die besinnliche Zeit? Werden wir auch mal alle vor einem großen Weihnachtsbaum sitzen und alle unsere Geschenke auspacken, während im Hintergrund „driving home for christmas“ läuft. Und wo ist überhaupt dieses zuhause?

25.11.2016

25.11.2016. Es ist ca. 16 Uhr. Ich stehe im Galeria Kaufhof am Alexanderplatz in der Parfümerie. Wilder Trubel. Überall sind Menschen, Gerüche, Duftexplosionen der unterschiedlichsten Aromen. Und plötzlich, ein Knall. Ein Geräusch, welches die ganze Parfümerie übertönt. Menschen blicken sich um. Alle schauen Richtung Benefit, Richtung Mac. Schreie. Ein Mädchen schreit und rennt. Ich blicke mich um, schaue auf den Boden, sehe wie das Blut auf mich zuläuft, es ist knallrot, sticht mir ins Auge. Weiterlesen „25.11.2016“